Auftakt zu den Tarifverhandlung in Potsdam – GdP Bundesbereitschaftspolizei vor Ort

Potsdam/Berlin. Bei der ersten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (öD) in Bund und Kommunen haben die Arbeitgeber die Forderungen der Gewerkschaften als nicht bezahlbar bezeichnet. Man sei „in Höhe und Struktur komplett auseinander“, hieß es. Ein eigenes Angebot hatten die unter Führung von Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im Bundesinnenministerium des Innern, und Thomas Böhle vom Verband kommunaler Arbeitergeber (VKA) den Gewerkschaften nicht unterbreitet.

Mit dabei bei der Kundgebung zur Auftaktveranstaltung in Potsdam war auch eine Delegation mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Kreisgruppen der Direktionsgruppe Bundesbereitschaftspolizei.

Position werden Arbeitgeber nicht halten können

„Angesichts der hohen Steuereinnahmen verwundert mich der Konfrontationskurs der Arbeitgeber. Während sich Ökonomen bei der wirtschaftlichen Lage hierzulande mit Höhenflügen übertreffen, sitzen Bund und Kommunen auf ihrem Geld und wollen den berechtigten Nachholbedarf der öD-Beschäftigten nicht sehen“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, am Montag in Potsdam. Diese Position würden die Arbeitgeber in der nächsten Runde kaum halten können, betonte Malchow.

Die Gewerkschaften hatten ihre Forderungen von sechs Prozent mehr Entgelt oder mindestens 200 Euro mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten bekräftigt.


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